Ausstellung: Extreme. Territorries, RAY 2018, Deutsche Börse

25. Mai bis 28. September 2018
Deutsche Börse Photography Foundation
The Cube, Eschborn, Mergenthalerallee 61, 65760 Eschborn

Die Ausstellung „EXTREME. TERRITORIES“ in der Deutsche Börse Photography Foundation ist Teil der Fotografietriennale RAY 2018 in Frankfurt und dem Rhein Main Gebiet.

Es werden Gebiete gezeigt, deren Bewohner durch politische und wirtschaftliche Entwicklungen außergewöhnlichen Bedingungen ausgesetzt sind. Im Mittelpunkt stehen dabei die in der Landschaft hinterlassenen Spuren und Verschiebungen, die Zeugnis ablegen von Entwurzelung, Abgrenzung und Entfremdung. Sie entstehen durch politische Konflikte und Umwälzungen ebenso wie durch die Auswüchse von rasantem wirtschaftlichem Wachstum. Die Werke der sechs ausgewählten Künstler zeigen dies auf vielfältige und eindrückliche Weise.

So zeigt das Projekt „Wüstungen“ von Anne Heinlein (*1977 DE) und Göran Gnaudschun (*1971 DE) Fotografien und Archivmaterial aus den geschleiften Grenzgebieten in der ehemaligen DDR. Die damit verbundene Vertreibung der dort lange ansässigen Bewohner ist auch Thema der Serie „History Images“ von Sze Tsung Nicolás Leong (*1970 MX/GB/US). Diese beschäftigt sich mit den radikalen architektonischen Veränderungen des urbanen Raums in chinesischen Großstädten, die dort mit dem wirtschaftlichen Aufschwung einhergehen. Christoph Bangert (*1978 DE) setzt sich in „Hello Camel“ mit den extremen Lebensbedingungen im Krieg auseinander. Er zeigt, wie Soldaten, die in Kriegsgebieten im Irak und Afghanistan stationiert sind, in den für sie erbauten Sperrzonen um ein Stück Normalität ringen. Wie bizarr solche und andere hermetisch von der Außenwelt abgeriegelte Siedlungen wirken können, hat Gregor Sailer (*1980 AT) in den beiden Serien „Potemkin Village“ und „Closed Cities“ untersucht, für die er in die verschiedensten Regionen der Welt gereist ist. Guy Tillim (*1962 ZA) schließlich erschafft mit seiner Serie „Avenue Patrice Lumumba“ ein berührend poetisches Porträt der bisweilen morbid erscheinenden postkolonialen Gebäude in afrikanischen Großstädten. Die hier gezeigten Monumente tragen ebenso die Visionen von politischer Befreiung in sich wie deren Scheitern.

Artist Talk
25. Mai 2018, 10 bis 13 Uhr
Festivalzentrum im MMK 3 des MMK Museums für Moderne Kunst, Domstr. 3, Frankfurt am Main
Künstlergespräche und Podiumsdiskussionen mit Anne Heinlein & Göran Gnaudschun, Christoph Bangert and Guy Tillim. Einführung und Moderation: Anne-Marie Beckmann (RAY 2018 Kuratorin).

Öffnungszeiten
Die Ausstellung kann nach vorheriger Anmeldung kostenfrei besichtigt werden. Termine und Anmeldung zu den öffentlichen Führungen hier.

Kontakt 
T +49 (0)69 211 1 40 60 
foundation@deutsche-boerse.com

www.deutscheboersephotographyfoundation.org

ray2018.de